Verschenkte Worte Ueber das Schreiben, die Werbung und den ganze Rest

21Jul/11Off

George Orwell über das Schreiben

1. Never use a metaphor, simile, or other figure of speech which you are used to seeing in print.

2. Never us a long word where a short one will do.

3. If it is possible to cut a word out, always cut it out.

4. Never use the passive where you can use the active.

5. Never use a foreign phrase, a scientific word, or a jargon word if you can think of an everyday English equivalent.

6. Break any of these rules sooner than say anything outright barbarous.

"Politics and the English Language", George Orwell.

Share
Filed under: Schreiben No Comments
4Jul/11Off

Autoren haben manchmal Ideen: Die Virtuelle Lesung

Ich bin ein großer Fan von Lesungen, am liebsten live und mit einer Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ich frage mich, ob sich dieses Konzept nicht auf das Internet übertragen ließe. Außerdem sind die im Internet bisher angebotenen Services nicht das Gelbe vom Ei: Entweder sind sie zu stark gesiebt (man kann wenig wirklich entdecken) oder schlecht produziert ... außerdem fehlt immer der Live-Aspekt: Ich werde beworben, komme aber nicht in den Dialog mit dem Autor. Daher habe ich mal überlegt, wie man das Ganze anders machen könnte, ausgehend von der Überlegung für eine Leserunde eine Live-Lesung via Skype zu veranstalten).

Ich stelle mir das so vor:

Share
30Jun/11Off

Social Media fuer Autoren 101 – Gesammelte Irrungen

Die Macherin des von mir hoch geschätzten Krimikiosk hat sich in einem Artikel ihren Zorn über schlecht gepflegte Autorenseiten auf Facebook (stellvertretend für Social Media) und ebenso schlecht geführte Twitter-Accounts von der Seele geschrieben. Dabei wählt sie die satirische Sicht eines anonymen Autors, der sich mit völlig falschen Erwartungen und einer entsprechend falschen Strategie auf Facebook und Twitter wagt, natürlich verliert und sein Versagen den Social Media in die Schuhe schiebt.

Leider trifft sie dabei den Ton frustrierter Facebook-Egoschleudern so präzise, dass ich ihr zunächst einmal auf den Leim gegangen bin - so weit weg ist die Realität leider nicht. Mir ging es wohl nicht alleine so, denn die Autorin (eine Verfechterin von Social Media) bekam plötzlich Beifall von der falschen Seite nach dem Motto: "Endlich spricht es mal jemand aus, dass Social Media Mist ist."

Ich möchte die Gelegenheit ergreifen und die überspitzten Irrtümer des anonymen Autors kommentieren. Denn leider bekomme ich diese Irrtümer selbst sehr häufig zu hören: Von Autorenkollegen, und noch viel häufiger von Kunden (ich bin im Hauptberuf "Werbefuzzi" ...).

Share
9Jun/11Off

Neil Gaiman liest aus “Graveyard Book” und beantwortet Fragen

Ein großartiger Autor liest aus einem großartigen Buch und beantwortet Fragen.

http://www.mousecircus.com/videotour.aspx

Share
Filed under: Schreiben No Comments
8Jun/11Off

Wikipedia LiveStream

Live zuschauen, welche Artikel gerade bearbeitet werden, sich faul zurücklehnen und anschließend peinlich berührt zur Kenntnis nehmen, dass sich da ein paar Leute echt den Arsch für die Allgemeinheit aufreißen, während man selber entweder zu träge oder schlicht zu ungebildet ist, einen produktiven Beitrag zur Aufzeichnung des Weltwissens zu leisten:

Share
Filed under: Alltag, Internet No Comments
7Jun/11Off

KK III: Arbeitsphasen

Und weiter geht's mit der Artikelserie. Hier also die Arbeitsphasen, die ich im Laufe der Zeit erprobt habe:

Share
5Jun/11Off

KK III: Offene Antwort des Autors an seinen Leser

Lieber Leser,

ach DU bist das! Du bist der oder diejenige, der oder die in eine Buchhandlung gegangen oder einen Online-Shop aufgesucht hat, um mein Buch zu kaufen. Vielleicht hast Du es auch geschenkt bekommen.

Gestattest Du mir die eitle Frage: Und? Hat es Dir gefallen? Und *unschuldig pfeif* wenn es Dir gefallen hat, hättest Du *hüstel* da noch ein paar Freunde, denen es auch gefallen könnte?

In jedem Fall danke ich Dir, dass Du Dir Zeit für mich genommen hast.

Und ich verspreche Dir, Dich auch in Zukunft nicht zu langweilen, Dich nicht zu betrügen, sorgfältig auf meine Sprache zu achten, und eine spannende Geschichte zuschreiben, dabei so wenig wie möglich zu belehren.

So, nun wäre ich eigentlich dran, Dir kluge Ratschläge zu erteilen, doch mir fallen keine ein, die nicht vermessen wären. Schließlich liest Du mein Buch so freiwillig wie ich es geschrieben habe - sogar noch freiwilliger, und im Gegensatz zu mir hast Du das Recht, das Buch vor Ende zu schließen, ins Regal zu stellen oder im Abfall zu entsorgen.

Nur eine Bitte: Sage mir bitte auch weiterhin, was Dir gefällt und was nicht. Ich will ja besser werden.

Dein Autor (erfreut, Deine Bekanntschaft gemacht zu haben)

Share
5Jun/11Off

KK III: Offener Brief eines Krimilesers

Lieber Autor,

Ich bin es - Dein Leser. Du weisst schon: Der, der Deine Bücher kauft und weiterempfiehlt. Erlaubt mir das ein paar Bitten? Ich denke schon. Hier also ein paar Wünsche an Dich:

Belehre mich nicht!

Der Mensch ist schlecht und diese Welt ist nicht zum Scherzen, ich weiß - daher, wenn Du schon über Missstände dieser Welt schreiben musst, dann verpacke sie wenigstens in eine spannende Geschichte und lasse mich selbst entscheiden, was ich darüber denke.

Belüge und betrüge mich nicht!

Nichts gegen falsche Fährten - und ich schaue mit Vergnügen zu, wenn Deine Helden in die Irre laufen. Aber bitte lass mich genauso viel oder mehr wissen als sie. Und, da wir dabei sind: Deus ex Machina war schon im alten Griechenland uncool.

Bitte pflege Deine Sprache sorgfältig - Sie ist Dein Instrument!

Tippfehler können vorkommen, doch Akkusativ, Genitiv und Dativ sollte man auseinanderhalten können. Und schreibe keine längeren Passagen im Dialekt, wenn Du das nicht so brilliant kannst wie Wolf Haas.

Vermeide, wie viele Deine Autorenkollegen es leider nicht vermögen, die sich nicht bemühen um Lesbarkeit ihres inspirierten Elaborats, Geschraubtes und Verdrehtes.

Und, verfickte Scheiße noch mal, kotze mir nicht in jedem zweiten Scheißsatz, dein ganzes Fäkalvokabular in die Fresse, du Arsch!

Schreib einen Roman, keinen Reiseführer!

Wenn ich dereinst nach Kleinkleckersdorf fahre, freue ich mich über Informationen über jeden Winkel der Stadt, mag er auch noch so unwichtig sein. Einstweilen genügen mir nur die Schauplätze der Handlung.

Du wirst es kaum glauben, doch auch ich bin Fantasie-begabt!

Gib mir so viele Informationen wie nötig. Ich muss nicht jede Falte im Vorhang des Kommisariats-Dienstzimmers kennen.

Lass mich erleben, was Deine Figuren fühlen - erzähl es mir nicht!

Denn das ist öde, öde, öde.

Und das bringt mich zu meinem letzten, wichtigsten Wunsch:

Langweile mich nicht!

Dein Dich schätzender Leser

Share
4Jun/11Off

KK III: Lessons learned

Okay, da Schreiben ein permanenter Prozess des Lernens ist, hier ein paar Lektionen, die ich bei der Arbeit an "meinen ersten Drei" gelernt habe. All das ist meine persönliche Erfahrung und nicht als Anleitung zu verstehen. Außerdem basieren die Erkenntnisse auf Fehlern, die ich bisher gemacht habe. Glauben Sie mir, lieber Leser, ich bin in alle Fallen getappt, die Sie sich vorstellen können ...

Share
3Jun/11Off

KK III: Eine neue Artikel-Serie

Nachdem ich in den letzten Jahren diesen/diese/dieses Blog sträflich vernachlässigt habe (auch wenn es immernoch meine bestbesuchte Website ist), habe ich mich nun entschlossen, ihn/sie/es wiederzubeleben. Mein Schwerpunkt wird in Zukunft das Leben des Autors sein, vor allem der Prozess des Schreibens.

Ich bin dabei, mit den Vorbereitungen meines vierten Romans zu beginnen; diese Arbeit werde ich hier dokumentieren; vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen. Oder jemand weist mich auf essentielle Fehler in meiner Arbeit hin.

Über die letzten drei Romane habe ich einige Strategien und Arbeitswerkzeuge entwickelt, die ich hier vorstellen und entsprechend weiterentwickeln werde - wenn ich das Gefühl hätte, ich wäre am Endpunkt angelangt, alles zu können, würde ich wohl aufhören zu schreiben. All das Beschriebene ist also nicht in Stein gemeißelt und auch nicht als Lehrbuch gedacht (das wäre anmaßend), sondern als Anregung und Diskussionsstoff.

Die Titel der Artikelserie beginnen jeweils mit dem Kürzel KK III, als Zeichen für den dritten (III) Katharina-Klein-Krimi (KK).

Ich werde mich allerdings hüten, allzu viel über die Handlung zu verraten. Dennoch: Für diejenigen, die die ersten beiden Bände noch nicht gelesen haben, heißt es: "Achtung! Spoiler-Alert!"

Share
Filed under: Schreiben No Comments